Psychotherapeutisches Angebot

Informationen zur Psychotherapie

Psychotherapie ist die gezielte Behandlung von psychischen oder psychisch bedingten körperlichen Krankheiten bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bis ins hohe Lebensalter.

Auf Basis einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Patient und Therapeut werden nachhaltige Veränderungsprozesse eingeleitet, um schließlich eine verbesserte Lebensqualität zu erreichen und den individuellen Leidensdruck zu verringern.

Erste Symptome sind meist wichtige Warnsignale. Um sich diesen zuzuwenden, bedarf es eine Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, mit persönlichen Zielen und Ressourcen, wodurch jeder seine Entwicklung wieder verstärkt in Gang setzen kann.

 

Das Herz hat seine Gründe, von denen der Verstand nichts weiß. (Blaise Pascal)

 

Informationen zur Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie ist eine weltweit anerkannte Psychotherapiemethode mit mehr als 50 verhaltenstherapeutischen Herangehensweisen, welche wissenschaftlich auf ihre Wirksamkeit überprüft wurden. Verhaltenstherapie wird heute bei unterschiedlichen Störungsbildern erfolgreich eingesetzt.

Während des Therapieverlaufs haben Sie die Möglichkeit, einen für Sie maßgeschneiderten „Werkzeugkoffer“ mit Techniken und individuellen Ressourcen für sich zu erarbeiten. Belastende Gefühle, irrationale Annahmen oder dysfunktionale Muster können zu unerträglichem Leid führen und besonders für die Befriedigung von Grundbedürfnissen (wie Bindungsbedürfnis, Kontrollbedürfnis, Bedürfnis nach Autonomie und Identität) hinderlich sein. In der Therapie sollen Sie lernen, mit Hindernissen erfolgreich umzugehen, entsprechende Kompetenzen zu erwerben und je nach Bedarf, alte Verhaltensmuster zu verwerfen und neue aufzubauen.

Psychoonkologie

Die Psychoonkologie ist ein integraler Bestandteil der Onkologie und beschäftigt sich mit der Erforschung und Behandlung psychischer und sozialer Belange von Krebspatienten und deren Angehörigen. Innerhalb dieser interdisziplinären Fachrichtung arbeiten Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten, Pflegepersonen und Sozialarbeiter zusammen.

In meinem beruflichen Alltag an der MedUni Wien habe ich viele Begegnungen mit Menschen, bei denen eine onkologische Erkrankung („Krebs“) festgestellt wurde. Ich biete als ausgebildete Psychoonkologin sowie Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision gezielte Unterstützung in Bezug auf die Krankheitsbewältigung sowohl des Betroffenen selbst als auch dessen Bezugspersonen. Dabei steht das Leben mit einer Krebserkrankung ebenso im Vordergrund wie nach der Erkrankung, wie z.B. bei der Reintegration in den sozialen und beruflichen Alltag.

Auch vor oder während des Behandlungsprozesses können Themen auftauchen, die Sie mit mir besprechen wollen, wie beispielsweise: Gefühle zulassen, Hilfe annehmen, mit Familie und Freunden darüber sprechen, Hinweise zur Ernährung, Familienplanung, Müdigkeit (Fatigue), der erste Behandlungstag, Vorbereitung auf das nächste Arztgespräch, Umgang mit Nebenwirkungen der Chemotherapie.

Ich werde mit Ihnen gemeinsam Ihre Anliegen aus psychoonkologischer Sicht bearbeiten und Ihnen unterstützend zur Seite stehen. In jedem Fall gilt – es gibt keine „blöden“ Fragen.

Arbeitsschwerpunkte

  • Depression
  • Soziale Unsicherheiten
  • Ängste
  • Panikattacken
  • Burnout
  • Zwänge
  • Hilfe bei Krisen
  • Achtsamkeit, Work-Life-Balance
  • Gesundheitsverhalten
  • Umgang mit Stress
  • Entspannungsmethoden
  • Psychosomatisches Leiden
  • Trauma, Belastungsstörungen
  • Borderline-Persönlichkeitsstörung
  • Beziehung – Partnerschaft – Ehe
  • Arbeit und Beruf
  • Kinder und Jugendliche

Meine Behandlungsmethoden

  • Kognitive Methoden nach A. T. Beck: Veränderung von sog. Denkfehlern durch Bewusstmachung des Gedankenprozesses und deren Überprüfung auf Angemessenheit; Modifizierung von Gedanken.
  • Schematherapie nach J. Young: Ein Schema hat den Charakter einer Weltanschauung. Wurden in der Kindheit Grundbedürfnisse missachtet, entstehen sog. maladaptive Schemata. Ziel ist es, diese zunächst zu identifizieren und schließlich neue erwünschte Verhaltensmuster aufzubauen.
  • Selbstmanagement-Therapie nach F. Kanfer: Die Eigenaktivität des Patienten steht im Vordergrund. Ziel ist es, die eigenen Bewältigungskompetenzen durch aktivieren von persönlichen Ressourcen zu stärken.
  • Konfrontationsverfahren wie Expositionen: z.B. Begleite ich Sie in für Sie herausfordernden Situationen wie z.B. U-Bahn fahren, Besteigen eines Aussichtsturms bei Höhenangst.
  • Systematische Desensibilisierung: z.B. bei Ängsten; ein Mehr-Phasen-Prozess zur schrittweisen Annäherung einer angstauslösenden Situation.
  • Imaginationen: um z.B. Zugang zu vergangenen Situationen zu erlangen.
  • Therapeutische Rollenspiele: diese dienen z.B. der Verbesserung zwischenmenschlicher Fähigkeiten oder dazu, eine als schwierig empfundene Situation durchzuspielen; Kommunikationstraining.
  • Soziales Kompetenztraining: z.B. bei Vermeidungsverhalten, zur Verbesserung zwischenmenschlicher Beziehungen, Kompromissfindung zwischen sozialer Anpassung und individuellen Bedürfnissen.
  • Entspannungsverfahren: z.B. Autogenes Training, Progressive Muskel-Entspannung nach E. Jacobsen.
  • Euthyme Verfahren/Genusstraining: sich achtsam mit den eigenen Bedürfnissen auseinanderzusetzen.
  • Dialektisch-behaviorale Therapie: dient der Behandlung von Borderline-Persönlichkeitsstörungen; scheinbare Gegensätze in der Welt des Patienten sollen aufgelöst und schrittweise integriert werden; Regulation von Spannungszuständen und emotionalen Krisen.

Therapieablauf 

Eine Einzeltherapieeinheit dauert normalerweise 50 Minuten. In der Regel findet zu Beginn der Therapie eine Einheit pro Woche statt, gegen Ende dann auslaufend. Generell gestaltet sich der Therapieprozess jedoch nach Art des Leidens unterschiedlich. In meiner therapeutischen Tätigkeit unterliege ich der Schweigepflicht (§15 Psychotherapiegesetz), dies beginnt bereits ab der ersten telefonischen Kontaktaufnahme.

In der ersten Einheit machen Sie mich mit Ihrem Problem vertraut. Gegebenenfalls bedarf es in den ersten Einheiten auch eine diagnostische Abklärung, zum Beispiel in Form von Fragebögen (Testverfahren), damit wir in weiterer Folge gezielt an Ihrem Problem arbeiten können. Ich arbeite mit Ihnen gemeinsam in einer entspannten Atmosphäre. Wesentliche Elemente für eine erfolgreiche Therapie sind Freiwilligkeit, der Wunsch nach Veränderung und aktive Mitarbeit.

Therapiedauer

Die Dauer ist zu Beginn der Therapie selten voraussagbar. In den ersten Einheiten konkretisieren wir die Therapieziele. Im Verlauf der Therapie wird kontinuierlich überprüft, ob die Therapieziele noch aktuell sind oder eine Änderung bedürfen. Grundsätzlich sollte eine Therapie nie länger dauern als nötig.

Therapiekosten

Die Kosten für eine Psychotherapie sind von Ihnen privat zu tragen. Über den aktuellen Tarif können Sie sich gerne beim ersten telefonischen Kontakt informieren.


 

Der Unterschied zwischen Psychologe, Psychiater und Psychotherapeut

Psychologen

sind nach dem Psychologie-Studium dazu ausgebildet und befähigt Testungen und diagnostische Einschätzungen durchzuführen. Je nach anschließender Zusatzqualifikation, wie beispielsweise zum Arbeitspsychologen oder Klinischen und Gesundheitspsychologen, finden entsprechende Interventionen in einem beratenden Setting statt.

Psychotherapeuten

behandeln, nach mehrjähriger an das Studium anschließende Ausbildung, seelische und psychische Leidenszustände mit einer der Ausbildungsrichtung entsprechenden Technik.

Psychiater

sind Ärzte, die sich, aufgrund ihrer Facharztausbildung in Psychiatrie auf die Behandlung von psychischen Erkrankungen spezialisiert haben. Ein Teil ihrer psychiatrischen Behandlung besteht in der Gabe von Medikamenten (Psychopharmaka).